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Ja, wo gehen wir hin?“, fragte Pünktchen. Die Elfe sah über den Rand der Blüte auf den Marienkäfer. Sie hatte ihn vor einigen Wochen in einem versteckten Winkel am See entdeckt. Verborgen unter hohem Gras hatte er eine lange Zeit hier ausgeharrt. Ein Beinchen war verletzt und er konnte sich nicht mehr selbst helfen.

„Du armer Kerl!“, hatte die Elfe damals gesagt, den Käfer in ein Tuch gewickelt und ihn mitgenommen. In ihrem Haus hatte sie Pünktchen ein Bett aus Kräutern gemacht und für das Beinchen eine Salbe zusammengerührt. Nachdem Viola ihn einige Tage mit der Salbe behandelt hatte, war die Verletzung bald verschwunden.

Dann kam der Tag als Pünktchen gesagt hatte: „Ich danke dir, aber ich halte es in einem Haus nicht aus. Ich brauche Luft!“

Bestürzt hatte die Elfe ihn angesehen. „Aber ich dachte, du bleibst hier.“

„Ich werde dein Freund bleiben, für immer, ich kann nur nicht in einem Haus leben.“ Eine Weile hatten die beiden noch nebeneinander auf der Veranda gesessen und in den Himmel geschaut. „Übernachte dann doch bitte in der großen Mohnblüte, damit ich weiß, wo du bist und sie wird dich schützen!“, hatte Viola ihm noch mit auf den Weg gegeben, als er sich verabschiedete.

 

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