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Als sie bei den riesigen roten Blüten angelangt war, griff sie nach einem Stiel und ließ sich daran heruntergleiten. In dem Augenblick, als sie die erste Mohnblüte streifte, änderte sich ihr Kleid. Langsam nahm es die schöne Farbe des Mohnes an. Behutsam ließ sie sich auf einen Stein sinken, sprang von dort aus zwischen die Blumen und tänzelte über das weiche Moos. Dort fand sie was sie suchte, eine besonders große Blüte. Vorsichtig strich sie über die Blütenblätter, sah in ihre Mitte und machte dann ein ziemlich besorgtes Gesicht.

„Pünktchen!“, rief Viola. „Sag mal, wo steckst du denn?“ Sie wusste, dass ihr kleiner Freund die Nacht am liebsten in dieser Mohnblüte verbrachte. Beunruhigt sah die Elfe sich um.

„Na, such mich doch!“, piepste eine zarte Stimme. Einen kurzen Augenblick war es still, dann ging die Elfe zielstrebig in die Richtung, aus der die Stimme kam.

„Nun sag schon, wo du bist!“, sagte Viola ein wenig ratlos. Doch da bewegte sich plötzlich ein Blütenblatt direkt vor ihrer Nase.

 

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