Seite 1

Es war früh am Morgen da sauste Viola mit wehendem Kleid durch die Luft. Es war als hinge sie an seidenen Fäden, denn die zarten Flügel sah man kaum. Unter ihr lag die Blumenwiese am Waldsee, hier am Ufer wuchs alles besonders üppig. Nun schwebte die Elfe, die Wächterin der Wiese, über die Blüten hinweg und begrüßte sie: „Guten Morgen meine Hübschen.“ Dabei sah sie nachdenklich auf die Wiese herab und strich über die Blütenblätter.

„Alles sieht gut aus!“ , sagte sie schließlich erleichtert. Dann spähte sie zum Himmel hinauf und glitt übermütig ein Stück wie ein Rückenschwimmer.

„Was für ein schöner Tag, nicht eine Wolke am Himmel“, freute sich Viola, dabei flog sie einen eleganten Bogen. Sie war so gerne auf der Wiese, voller Überraschungen war es hier. Die Vögel zwitscherten aus vollen Kehlen, auf einer Seerose saß ein Frosch und quarkte. Im See spiegelte sich die Sonne und kein Blatt regte sich. Herrliche Mohnblumen wuchsen in einer Ecke. Einen kurzen Augenblick stand die Elfe still in der Luft und überlegte, dann schwebte sie langsam auf den Mohn zu. Dort suchte sie nach ihren Freund.

 

Nächste Seite

zur Übersicht
zur Übersicht

Kommentar schreiben

Kommentare: 0